Chronik
Chronist: Klaus Napokoj






Chronikarchiv 2010
Chronikarchiv 2009
Chronikarchiv 2008
Chronikarchiv 2007
Chronikarchiv 2006
Chronikarchiv 2005
Chronikarchiv 2004
Chronikarchiv 2003


31.10.2018 Probe auf der Hütte
Geschrieben von: Klaus   

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muß der Berg zum Propheten kommen! Mit der verführerischen Ankündigung nicht enden wollenden Freibiers und exzellentem Most gelang es mir, meine Freunde in mein Reich zu locken und mir die Talfahrt in die Post zu ersparen. Die tristen Verhältnisse im Tale, wo man vielerorts bis zum Bauch im Wasser steht, sollten eine Fahrt in höhere Gefilde ja eigentlich erleichtern.
Unter diesen Auspizien gab es nach einer doch recht intensiven Probe noch Platz für Diskussionen rund um unser ausverkauftes Konzert, fehlenden Karten für Interessierte und guten Freunden ... wir sind einfach voll und es geht nichts mehr ... rien ne va plus! Darüber sind wir alle ein wenig traurig, aber sic est! Ich persönlich glaube, daß wir zu keinem Zeitpunkt besser interpretiert und gesungen haben, wie es derzeit der Fall ist und der Abschied früh-, vor- und allemal rechtzeitig ist. 
Unzeitig, Klaus!

alt

 
25.10.2018 Auftritt in Kötschach Mauthen
Geschrieben von: Napokoj Klaus   


Der Festsaal des Rathauses In KöMau ist Schauplatz der 3. Vorentscheidung der von Radio Kärnten ins Leben gerufenen Kür zum Kärntner Chor des Jahres. Der Chor des BORG Hermagor, der Kirchenchor Obervellach und das Quartett Gegendklang stellen sich der gestrengen Jury. Alle Gruppen geben ihr Bestes und überzeugen auch das zahlreich erschienene Publikum.
Wir sind als Showprogramm akklamiert und sollen in der Pause bis zur Juryentscheidung für Kurzweil sorgen. Unser alter Freund und Moderator, Josef Nadrag, kennt uns schon seit Jahrzehnten und weiß, daß man die alten Herren nicht so leicht aus der Fassung bringen kann. So führt er nicht nur spontane Interviews mit uns, sondern gibt auch das Programm vor. Wir denken, ein ansprechendes Kurzkonzert geliefert zu haben, führen interessante Gespräche mit lieben Freunden uns schleichen erst kurz vor Mitternacht von dannen.

         (Foto: Pleschberger)

 
21.10.2018 Fest der Stimmen, Graz, Stefaniensaal
Geschrieben von: Klaus   

Zum 6.(!) Mal haben uns die "Chöre der Kärntner in Graz", die mitterweile aus drei Ensembles formiert werden, in den prachtvollen Stefaniensaal geladen! Wir treffen uns schon zu Mittag, um beim Feistritzer Altentag, der in der Post gefeiert wird, ein Ständchen zu bringen. Die Gemeinde mit Bürgermeister Dieter Mörtl an der Spitze hatte immer ein offenes Ohr für uns und untertützte uns, wenn immer es notwendig war.

Gerald hat sich diesmal bereit erklärt, die lange Fahrt in Angriff zu nehmen und um ihn nicht in seiner Konzentration zu stören, sitze ich diesmal vorne, die drei "Alten" haben wir auf die Rücksitze verbannt, Gesprächsstoff besteht im Fond wohl bis Marokko, zurück und vier Häuser weiter.

Wir kommen zeitig in Graz an und freuen uns wirklich, noch einmal im ehrwürdigen Stefaniensaal zu singen. Die Kärntner haben ja ein Wunschkonzert ausgerufen und ausschließlich heimische Weisen wurden vom Publikum favorisiert. Der stimmgewaltige Chor wird sowohl von Nikola Gschwendner als auch Stefan Gruber durch ein abwechslungsreiches Programm geführt. Als Gäste spielten auch die "4 Buam" auf! Die jungen Männer geben auf der Steirischen, Gitarre bzw. Hackbrett, Kontrabass und Flügelhorn ganz fein, flott, aber auch walzermäßig wunderbare Melodien zum Besten, ein echter Ohrenschmaus!

Wie immer pointiert, höchst anspruchsvoll und launig führte unser lieber Freund, Hans Mosser, das zahlreich erschienene Publikum durch den Abend. Es war schon etwas peinlich, wie sehr er den alten Herren von den 5 Gailtalern den Bauch pinselte, aber wir wissen, daß er uns schätzt und mag und erfreuen uns letztlich doch am Lob eines Berufenen. Es wurde uns unverhältnismäßig viel Zeit für unsere Vorträge eingeräumt, wir waren an diesem Abend meiner Meinung nach auch recht gut disponiert und konnten hoffentlich nur Gutes zur "Erbschleichersendung" (Zitat Hans) beitragen.

Ein herrliches Wienerschnitzel in der Herzl Weinstuben, Schauplatz unzähliger, kaum mehr erinnerlicher Orgien während der Studienzeit, rundet einen wieder einmal einen unvergeßlichen Abend in Graz ab. In bewundernswerter Art und Weise, das kontinuierliche Gemurmel im Fond ignorierend, bringt uns Gerald wieder sicher nach Hause, ein herzliches Dankeschön an die lieben Veranstalter und den unbeirrbaren Kutscher!

 
19.10.2018 Fest der Stimmen in Gmünd
Geschrieben von: Klaus   

Wir sind zumindestens das dritte Mal in Gmünd und genießen immer wieder die Auftritte, denn das Publikum ist sehr sachkundig und applausfreudig. Diesmal war das "Kärntner Doppelsextett", dem wir ja ein paar Wochen zuvor bei ihrem 30-jährigen Chorjubiläum gratulieren durften, wieder mit von der Partie. Bei Konzerten ist die Arbeit von Franz Josef Isak überschaubar, zu gut und routiniert sind die Sänger, ob er bei den Proben mehr Arbeit hat, um zu diese wunderbare Performance möglich zu machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall wird uns  diese Gruppe immer bestens in Erinnerung bleiben, ein wenig verschämt und trotzdem dankbar sind wir auch über die Tatsache, daß der gesamte Chor unser Abschiedskonzert im CCV besuchen wird ... eine große Ehre für uns!

Auch Michael Uhr kennen wir ja schon von vielen Veranstaltungen, sein "Misch Masch" oder, wie er es selbst bezeichnet, "Miz Marsch" ist unaufdringliche und trotzdem perfekte Unterhaltung auf der steirischen Harmonika. Gebannt lauschten unsere Harmonika - Azubis, Gerhard und Philipp, dem Meister zu.

An diesem Abend hieß es aber auch Abschied nehmen von zwei Menschen, die über viele Jahre für perfekt organisierte und gut besuchte Veranstaltungen sorgten und uns immer wieder im Programm hatten. An Richi di Bernardo kommt anscheinend niemand in Kärnten vorbei, ob Zeitungen oder Molkereien, alle unterstützen die Bemühungen Richards, für volle Häuser zu sorgen. Mit Seppi Rukavina hat er auch einen ungemein schlagfertigen und lustigen Moderator gefunden, die beiden werden uns abgehen, die schönen Konzerte der letzten Jahre haben uns irgendwie zusammengeschweißt.

Trotz des konstanten, diesmal diagonal geführten Geschwätzes - Gerhard saß vorne rechts, Franz links hinten - fuhr Gerald unbeirrbar die jeweils kürzesten Routen hin und zurück, Philipp kam vor lauter Angst neuerlicher Irrfahrten überhaupt selbst von Seeboden nach Gmünd. Die unsrigen Übungen in der Lodronschen Reitschule würde ich als gelungen bezeichnen, Gmünd war, wie immer, eine Reise wert!


 
« StartZurück12345678910WeiterEnde »

Seite 3 von 60