Chronik
Chronist: Klaus Napokoj






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18.4.2018 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

Auch nach einem anscheinend recht gelungenen Auftritt wenige Tage zuvor treibt der unbändige Drang nach seriöser Konsolidierung die Herren in die gewohnte Probenstätte. Die Nachlese des herrlichen Abends in Griffen, an dem uns die Circen aus dem Grödnertal begeisterten und der liebe Freund Hans Mosser uns wieder einmal Honig um den Mund geschmiert hat, ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch Ansporn, ja nicht die Zügel schleifen zu lassen.
 

 
14.4.2018 Auftritt in Griffen
Geschrieben von: Klaus   

Wann immer Hans Mosser zum Kleingruppensingen in Griffen einlädt, beweist er sein gutes Gespür und hat auch diesmal eine stimmige Veranstaltung organisiert. Michael Uhr entlockt seiner steirischen Harmonika mit technischer Brillanz sämtliche Stilrichtungen, ob ein fetziger Tango oder ein Walzer von Strauss, er beherrscht alles. Für den lokalen Kolorit sorgten mit kurzweiligen Einlagen das Doppelquintett Griffen und das Rapatz Quintett, doch gaben sie bald die Bühne für die geladenen Gäste frei. Auch Hans selbst geizte diesmal mit Kommentaren und ließ die Sänger im ausverkauften Saale selbst zu Wort kommen.
De Cater (bedeutet zu viert), ein Frauenquartett aus dem Grödnertal, schoß eindeutig den Vogel dieser Veranstaltung ab, denn was Silvia, Sara, Christine und Katrin an diesem Abend zum Besten gaben, war wirklich sensationell! Die Harmonie der strahlenden Sopranstimmen und weichen Altstimmen ist umwerfend, der Charme der höchst attraktiven Frauen betörend und so war kein Wunder, daß die vier Grazien nicht nur das Publikum verzauberten, sondern sich auch in die Herzen der fünf betagten Herren aus dem Gailtal sangen.

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Da passte einfach alles, auch das postkonzertante Beisammensein mit Diskussionen und gegenseitig ausgetauschten Komplimenten war sehr anregend. Diese beglückende Kombination aus Augenweide und Ohrenschmaus beschäftigt einen schon für längere Zeit, vielleicht gibt es ein Wiedersehen?! Wir haben es diesmal auf jeden Fall übersehen, ich bin schon lange nicht mehr um 2 Uhr morgens ins Bett gekrochen ... ich wurde aber auch von unvergesslichen Musen geküsst!

 
4.4.2018 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

"Schlager für Fortgeschrittene" hieß dereinst eine bemerkenswerte Radiosendung und in diesem Sinne treffen wir uns, wobei die Schlager eher der Volksmusik zuzuordnen sind und der Fortschritt sich vor allem auf das Alter bezieht. Gerhard, im Rausche unzähliger Geburtstagsfeiern geeicht und Philipp, ohnehin nie ein Kind von Traurigkeit, gaukeln Engagement vor, doch wir anderen wissen, was an diesem Abend für die Beiden im Vordergrund steht ... sie haben an diesem Abend mit ihren Wildsängern eine sprichwörtliche "Schweinerei" bei Mizzi Kuglitsch in Hohenthurn terminisiert. Die von mir an sich sehr geschätzten Orgien beim Schußmann erfordern, um sie ohne bleibende Schäden zu bewältigen, eine tagelange Kasteiung im Vorfeld. Um sie, vor allem nach den Osterfeiertagen, zu bewältigen, muß man über Magensäfte und Bauchspeicheldrüsenfunktionen verfügen, die nur bei Löwen der Serengeti beschrieben sind. Eigentlich machte ich mir medizinisch begründet echte Sorgen um meine Freunde, doch ein Anruf in späteren Abendstunden brachte Gewissheit ... die Wildsänger hatten das Essen überlebt und sangen wieder!

 
28.3.2018 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

Wir Vier treffen uns zuvor bei Franz, um ein von Philipp getextetes Lied zur Melodie von " da Wind waht" als Ständchen für einen der ganz Großen zu proben. Gerhard, unser Obmann, Finanzminister und Dorfältester feiert am 29.3. einen runden, bedenklich fortgeschrittenen Geburtstag. Wir haben ihn etwas später in die Post bestellt und überraschen ihn mit unseren gesanglichen Vorträgen einigermaßen. Sichtlich ergriffen und gerührt bedankt sich alte Gauner bei seinen Freunden.
In diesem biblischen Alter ist nicht einmal ein Ansatz kausaler Therapien von Erfolg gekrönt und man begnügt sich, Spurenelemente zu substituieren. Das geriatrische Notfallpaket beinhaltet also vor allem Substanzen, die den Vitamin- und Elektrolythaushalt aufrecht erhalten und, weil die Leute in diesem Alter ganz gerne "anschmieren", Salben für die gequälte Haut bzw. Muskulatur. Die von der Kasse an sich bewilligten Verordnungen für einen Rollator, eine Antidecubitusmatratze und ein Sauerstoffzelt wurden vom Jubilar vorerst nicht in Anspruch genommen!
Man muß aber auch neidlos anerkennen, daß Gerhards Körper noch immer von unzähligen Touren gestählt ist, sein Geist immer wach war und nun von seinen Enkeln stetig gefordert wird.
Nach einer kurzen Probe lud uns Gerhard zum Essen ein und in Gegenwart unseres Mastermind, Klaus Krieber, schmiedeten wir wieder Pläne für unser Abschiedskonzert im Kongresscenter Villach. Klaus strotzt vor sensationellen Ideen bezüglich Bühnenbild und allgemeiner Präsentation. Es ist für uns sehr beruhigend, auf seine Erfahrungen zählen zu dürfen und uns lediglich auf das zu beschränken, das wir eigentlich am besten beherrschen... Proben und singen!
Mögen unserem Gerhard noch viele gesunde und glückliche Jahre im Kreise seiner Liebsten und Freunde beschieden sein. Er war stets geliebter Familienvater, anerkannter Pädagoge und geschätzter Freund und Mitsänger.

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