25. und 26.11. 2017 Wochenendsingen
Geschrieben von: Klaus   

Die Hommagen an Walter Kraxner

Kärnten ehrt einen seiner bekanntesten Komponisten unzähliger Volkslieder anläßlich seines 90. Geburtstages und da dürfen 5 Gailtaler nicht fehlen!

Am 25.11. treten wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fest der Stimmen“ im Haus der Musik in St. Stefan im Lavanttal auf. Mit den Stimmen aus Kärnten und den Rosentalern können wir dem sichtlich zufriedenen Jubilar einen schönen Abend bereiten. Seppi Rukavina führt wie immer humorvoll durch den Abend und im ausverkauften Saal wird vom Publikum einiges an Zugaben gefordert. Recht rüstig dirigiert Walter selbst auch das bekannte waßt wohl de Zeit noch, welches vom Gesamtchor zu Abschluß intoniert wird.

Eine stimmige Nachlese mit Sängern der Gegend, selbst aus der Steiermark kamen einige stimmgewaltige Freunde, beschließt einen schönen Abend. Eine ab Pörtschach  schneebedeckte Fahrbahn verzögert die Heimkunft extrem, aber um 1 Uhr nachts kann mich Franz, der die Tücken der ungeräumten Asfinag Kreuzwege bravourös meisterte, in Nötsch ausladen.

Am 26.11. war dann das Congress Center in Pörtschach vorläufiger Höhepunkt der Ehrungen für Walter Kraxner. Der Organisator, Hans Dampf in allen Gassen und unermüdlicher Treiber, Roland Loibnegger, konnte einem an diesem Abend leidtun. „Seine“ Stimmen aus Kärnten, der Singkreis Köttmannsdorf, das Männerdoppelsextett Klagenfurt & bessere Hälften, der MGV Pörtschach, Kammersänger Helmut Wildhaber und Eveline Schuller an der Harfe mußten an diesem Abend in Szene gesetzt werden.

Im ausverkauften Saale spannte sich unter der wie immer feinsinnigen Conference von Hans Mosser ein reichhaltiger gesanglicher Bogen, der keine Wünsch offen ließ. Uns, die ja vor dem letzten Krahrer stehen, war es vorbehalten, den Vogel abzuschießen und die vorwiegend getragenen Lieder mit herzhaft frivolen Weisen aufzulockern.

In Bestform befindlich war der praekonzertant subjektiv eher schlecht disponierte Kammersänger Helmut; einem Wiesel gleich eilte er bei der postkonzertanten Nachlese von Tisch zu Tisch und trug mit Hilfe der unzähligen Backgroundsänger einige Lieder solistisch vor. Bei einem Liedvortrag deutete er erwünschte Steigerung der Tonhöhe an. Irgendwie schaffte ich es, statt einem Ton eine kleine Terz zu steigern, um damit den quirligen Sänger ein wenig zu fordern. Mit etwas gespieltem Entsetzen in den Augen meisterte Helmut aber auch diese Challenge spielerisch.

Eine höchst nette Begegnung gab es mit einer reizenden Frau, mit der wir vor 40 Jahren mit dem Grenzlandchor in Saarbrücken für TV –Aufnahmen unterwegs waren. Elke Fertschey begleitete damals eine Abordnung der Villacher Bauerngman und es war köstlich, wie sich die alten Gailtaler Kojoten um die noch immer ungemein attraktive und jugendliche Elke scharten.

Vorerst ist Schluß mit lustig, wir harren der Auslieferung der CD und werden uns danach entspannt in die ruhigste Zeit des Jahres begeben.