Die Hommagen an Walter Kraxner
Geschrieben von: Administrator   

alt Kärnten ehrt einen seiner bekanntesten Komponisten unzähliger Volkslieder anläßlich seines 90. Geburtstages  und da dürfen 5 Gailtaler nicht fehlen!

Am 25.11. treten wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fest der Stimmen“ im Haus der Musik in St. Stefan im Lavanttal auf. Mit den Stimmen aus Kärnten und den Rosentalern können wir dem sichtlich zufriedenen Jubilar einen schönen Abend bereiten. Seppi Rukavina führt wie immer humorvoll durch den Abend und im ausverkauften Saal wird vom Publikum einiges an Zugaben gefordert. Recht rüstig dirigiert Walter selbst auch das bekannte Waßt wohl de Zeit noch, welches vom Gesamtchor zu Abschluß intoniert wird.

Eine stimmige Nachlese mit Sängern der Gegend, selbst aus der Steiermark kamen einige stimmgewaltige Freunde, beschließt einen schönen Abend. Eine ab Pörtschach  schneebedeckte Fahrbahn verzögert die Heimkunft extrem, aber um 1 Uhr nachts kann mich Franz, der die Tücken der ungeräumten Asfinag Kreuzwege bravourös meisterte, in Nötsch ausladen.

Am 26.11. war dann das Congress Center in Pörtschach vorläufiger Höhepunkt der Ehrungen für Walter Kraxner. Der Organisator, Hans Dampf in allen Gassen und unermüdlicher Treiber, Roland Loibnegger, konnte einem an diesem Abend leidtun. „Seine“ Stimaltmen aus Kärnten, der Singkreis Köttmannsdorf, das Männerdoppelsextett Klagenfurt & bessere Hälften, der MGV Pörtschach, Kammersänger Helmut Wildhaber und Eveline Schuller an der Harfe mußten an diesem Abend in Szene gesetzt werden.

 

Im ausverkauften Saale spannte sich unter der wie immer feinsinnigen Conference von Hans Mosser ein reichhaltiger gesanglicher Bogen, der keine Wünsch offen ließ. Uns, die ja vor dem letzten Krahrer stehen, war es vorbehalten, den Vogel abzuschießen und die vorwiegend getragenen Lieder mit herzhaft frivolen Weisen aufzulockern.

In Bestform befindlich war der praekonzertant subjektiv eher schlecht disponierte Kammersänger Helmut; einem Wiesel gleich eilte er bei der postkonzertanten Nachlese von Tisch zu Tisch und trug mit Hilfe der unzähligen Backgroundsänger einige Lieder solistisch vor. Bei einem Liedvortrag deutete er erwünschte Steigerung der Tonhöhe an. Irgendwie schaffte ich es, statt einem Ton eine kleine Terz zu steigern, um damit den quirligen Sänger ein wenig zu fordern. Mit etwas gespieltem Entsetzen in den Augen meisterte Helmut aber auch diese Challenge spielerisch.

Eine höchst nette Begegnung gab es mit einer reizenden Frau, mit der wir vor 40 Jahren mit dem Grenzlandchor in Saarbrücken für TV –Aufnahmen unterwegs waren. Elke Fertschey begleitete damals eine Abordnung der Villacher Bauerngman und es war köstlich, wie sich die alten Gailtaler Kojoten um die noch immer ungemein attraktive und jugendliche Elke scharten.

Vorerst ist Schluß mit lustig, wir harren der Auslieferung der CD und werden uns danach entspannt in die ruhigste Zeit des Jahres begeben.

 
20.11.2017 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

Geprobt wurde nicht viel, aber Franz spielte uns das Masterband der CD - Aufnahme vor. Wir waren alle recht angetan, es scheint, daß Hubert Dohr wirklich das Beste aus den alten Männern herausgeholt hat. Der Fluß der Aufnahme ist recht beständig, es war ja unter anderem das Anliegen von Franz, nicht allzu viel zu schneiden, sondern die Kontinuität der Lieder bzw. Strophen zu erhalten. Unsere Freunde werden den "letzten Krahrer" wahrscheinlich Mitte Dezember in Händen halten können und sich selbst ein (Hör-) Bild der letzten Töne von uns machen können.

Am Wochenende werden wir Samstag in St.Stefan im Lavanttal beim "Fest der Stimmen" mitwirken, am Sonntag in Pörtschach bei einer Hommage für Walter Kraxner ein paar Lieder für den rüstigen Jubilar anstimmen. Mit seinen 90 Jahren ist er ja nur unwesentlich älter als wir ...

 
3.11.2017 CD Aufnahme in der Kirche zu Göriach
Geschrieben von: Klaus   

Es ist nicht ganz nachvollziehbar, wie es letztlich möglich war, insgesamt 26 Lieder von 9 - 15 Uhr aufzunehmen?! Unser Aufnahmeleiter, Hubert Dohr, vermittelte uns prächtigen Klang, die arktischen Temperaturen in der Kirche sorgten für flottes Weiterkommen und obwohl anscheinend keiner stimmlich optimal disponiert war, wunderten wir uns nach sechs Stunden, die Aufnahme bewältigt zu haben. Wir litten diesmal auch nicht unter sexuellen Übergriffen, die mittlerweile die halbe Weltbevölkerung erlitten hat bzw. eingesteht und so konnte uns nichts aufhalten! Aus vielen Widersprüchen und Kränkeleien an diesem Tage formierte sich eine doch bereitwillige Allianz, die man nur nach so vielen Jahren gemeinsamen Singens auf die Füße zu stellen vermag. Selbst Mastermind Klaus Krieber, der sich um die Präsentation unseres letzten Tonträgers leidenschaftlich einbringt, attestierte uns, als Zuhörer der letzten aufgenommenen Lieder, Seriösität und Einklang.
Ein Abschied mit Nachlese der intensiven Stunden fand dann noch in der Post statt, möge das abschließende Manifest der 5 Gailtaler nicht wie der "letzte Krahra", sondern wie ein "Schade, dass sie aufhören" klingen! 

 
30.10.2017 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

Es ist eigentlich die Generalprobe für die am Freitag beginnende Aufnahme unseres letzten Tonträgers. Maestro Franz hat alle Lieder sauberst zu Papier gebracht, manche schon lange gesungenen Weisen sehen wir zum ersten Mal niedergeschrieben und wir alle verneigen uns vor der mühsamen Arbeit, die Franz, unterstützt von Gerald, auf sich genommen hat!
Tagesgespräch ist natürlich der nächtliche Unfalltod eines stattlichen Braunbärs, der, von unserer Probenstätte nicht weit entfernt, den Crash mit einem Kleinlaster nicht überlebte. Murphy' s Gesetzt, "anything that can go wrong will go wrong ", wurde im Gailtal wieder einmal bemüht! Wie medienpräsent doch der Straßentod eines Bären zu verfolgen ist ... wäre ein Wolf oder Luchs zu Schaden gekommen, hätte man wahrscheinlich zwischen den Zeilen lesen müssen, der Unfalltod eines Menschen wäre auch nur eine Randnotiz gewesen ... das Schicksal des  Gailtaler Bären, den ich besichtigen durfte, wird aber sicher noch sehr lange die Medien beschäftigen?!
Wir werden aber bei unserem "letzten Krahra" trotzdem einen prächtigen Hahn mit rotgeschwollenem Kamm am Cover verewigt haben, für ein Gemeinschaftsfoto mit dem 170 kg schweren Ursus arctos eignen sich fünf alte Brummbären denkbar schlecht! 

 
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