21.10.2018 Fest der Stimmen, Graz, Stefaniensaal
Geschrieben von: Klaus   

Zum 6.(!) Mal haben uns die "Chöre der Kärntner in Graz", die mitterweile aus drei Ensembles formiert werden, in den prachtvollen Stefaniensaal geladen! Wir treffen uns schon zu Mittag, um beim Feistritzer Altentag, der in der Post gefeiert wird, ein Ständchen zu bringen. Die Gemeinde mit Bürgermeister Dieter Mörtl an der Spitze hatte immer ein offenes Ohr für uns und untertützte uns, wenn immer es notwendig war.

Gerald hat sich diesmal bereit erklärt, die lange Fahrt in Angriff zu nehmen und um ihn nicht in seiner Konzentration zu stören, sitze ich diesmal vorne, die drei "Alten" haben wir auf die Rücksitze verbannt, Gesprächsstoff besteht im Fond wohl bis Marokko, zurück und vier Häuser weiter.

Wir kommen zeitig in Graz an und freuen uns wirklich, noch einmal im ehrwürdigen Stefaniensaal zu singen. Die Kärntner haben ja ein Wunschkonzert ausgerufen und ausschließlich heimische Weisen wurden vom Publikum favorisiert. Der stimmgewaltige Chor wird sowohl von Nikola Gschwendner als auch Stefan Gruber durch ein abwechslungsreiches Programm geführt. Als Gäste spielten auch die "4 Buam" auf! Die jungen Männer geben auf der Steirischen, Gitarre bzw. Hackbrett, Kontrabass und Flügelhorn ganz fein, flott, aber auch walzermäßig wunderbare Melodien zum Besten, ein echter Ohrenschmaus!

Wie immer pointiert, höchst anspruchsvoll und launig führte unser lieber Freund, Hans Mosser, das zahlreich erschienene Publikum durch den Abend. Es war schon etwas peinlich, wie sehr er den alten Herren von den 5 Gailtalern den Bauch pinselte, aber wir wissen, daß er uns schätzt und mag und erfreuen uns letztlich doch am Lob eines Berufenen. Es wurde uns unverhältnismäßig viel Zeit für unsere Vorträge eingeräumt, wir waren an diesem Abend meiner Meinung nach auch recht gut disponiert und konnten hoffentlich nur Gutes zur "Erbschleichersendung" (Zitat Hans) beitragen.

Ein herrliches Wienerschnitzel in der Herzl Weinstuben, Schauplatz unzähliger, kaum mehr erinnerlicher Orgien während der Studienzeit, rundet einen wieder einmal einen unvergeßlichen Abend in Graz ab. In bewundernswerter Art und Weise, das kontinuierliche Gemurmel im Fond ignorierend, bringt uns Gerald wieder sicher nach Hause, ein herzliches Dankeschön an die lieben Veranstalter und den unbeirrbaren Kutscher!

 
19.10.2018 Fest der Stimmen in Gmünd
Geschrieben von: Klaus   

Wir sind zumindestens das dritte Mal in Gmünd und genießen immer wieder die Auftritte, denn das Publikum ist sehr sachkundig und applausfreudig. Diesmal war das "Kärntner Doppelsextett", dem wir ja ein paar Wochen zuvor bei ihrem 30-jährigen Chorjubiläum gratulieren durften, wieder mit von der Partie. Bei Konzerten ist die Arbeit von Franz Josef Isak überschaubar, zu gut und routiniert sind die Sänger, ob er bei den Proben mehr Arbeit hat, um zu diese wunderbare Performance möglich zu machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall wird uns  diese Gruppe immer bestens in Erinnerung bleiben, ein wenig verschämt und trotzdem dankbar sind wir auch über die Tatsache, daß der gesamte Chor unser Abschiedskonzert im CCV besuchen wird ... eine große Ehre für uns!

Auch Michael Uhr kennen wir ja schon von vielen Veranstaltungen, sein "Misch Masch" oder, wie er es selbst bezeichnet, "Miz Marsch" ist unaufdringliche und trotzdem perfekte Unterhaltung auf der steirischen Harmonika. Gebannt lauschten unsere Harmonika - Azubis, Gerhard und Philipp, dem Meister zu.

An diesem Abend hieß es aber auch Abschied nehmen von zwei Menschen, die über viele Jahre für perfekt organisierte und gut besuchte Veranstaltungen sorgten und uns immer wieder im Programm hatten. An Richi di Bernardo kommt anscheinend niemand in Kärnten vorbei, ob Zeitungen oder Molkereien, alle unterstützen die Bemühungen Richards, für volle Häuser zu sorgen. Mit Seppi Rukavina hat er auch einen ungemein schlagfertigen und lustigen Moderator gefunden, die beiden werden uns abgehen, die schönen Konzerte der letzten Jahre haben uns irgendwie zusammengeschweißt.

Trotz des konstanten, diesmal diagonal geführten Geschwätzes - Gerhard saß vorne rechts, Franz links hinten - fuhr Gerald unbeirrbar die jeweils kürzesten Routen hin und zurück, Philipp kam vor lauter Angst neuerlicher Irrfahrten überhaupt selbst von Seeboden nach Gmünd. Die unsrigen Übungen in der Lodronschen Reitschule würde ich als gelungen bezeichnen, Gmünd war, wie immer, eine Reise wert!


 
17.10.2018 Probe in der Post
Geschrieben von: Klaus   

Nachdem auch dem steirischen Geheimdienst unsere Irrfahrt in die Grüne Mark nicht entgangen ist, anscheinend regionales Interesse an unserem am Sonntag vorgesehenen Auftritt in Graz besteht, wurde den Gailtalern ein steirisch - kärntnerisches Orientierungsapp auf die Handys gespielt. So war es nicht verwunderlich, daß sich alle pünktlich zur Probe eingefunden haben, ziemlich sicher am 19.10. in Gmünd konzertieren werden und am 21.10., nach einer Kurzunterhaltung zum Altentag, der, Gott sei Dank, in unserer Probenstätte abgeführt wird, den Weg nach Graz, vor allem aber den zurück, finden sollten. Ich hoffe auf exakt übermittelte, ausreichend orientierende Satellitendaten, für Fahrten ins Blaue haben wir in der Pension noch genügend Zeit!

 
13.10.2018 Auftritt in Knappenberg
Geschrieben von: Klaus   

Das "Fest der Stimmen" unter der gewohnt perfekten Organisation durch Richi di Bernardo und Moderation von Sepp Rukavina findet wieder einmal in Knappenberg statt. Schon die Anfahrt ist einigermaßen prolongiert, die zwei Oldis, Chaffeur Franz und Beifahrer Gerhard schwätzen in einem fort, Franz verwechselt eine 3,5 Tonnen Beschränkung mit einer Temporeduktion auf 35 km/h und entsprechend gemächlich stottern wir dahin.

Das "Blechreiz Brassquintett" überzeugt mit spielerischer und gesanglicher Brillanz, die Burschen werden immer besser und setzen offensichtlich zu einem nie endenden Höhenflug an. Die Perfektion der Bläser bringt es aber auch mit sich, daß einzelne Mitglieder, weil beruflich in anderen namhaften Formationen tätig, immer wieder ausfallen, aber wenn als Ersatz Robert Hofer von HoViHoLoHoff die Trompete bläst, ist das Vertretung auf allerhöchsem Niveau.

alt Die "Stimmen aus Kärnten" unter der Leitung von Roland Loibnegger feiern demnächst ihr 30 - jähriges  Jubiläum und entsprechend routiniert und ausgewogen sind immer wieder ihre gesanglichen Darbietungen. Das Frauenquartett hat uns zu Ehren eine Strophe von "Mister Sandman " umgetextet und bedauert darin den Abschied unseres Quintetts. Nach der launigen Performance bekommt jeder von uns noch einen ausgesprochen originellen Blechhahn geschenkt, ein wahrlich sinniges und schönes neues Haustier bereichert nun die Gailtaler!

Unsere Auftritte bereiteten offensichtlich auch Freude, gegen 23 Uhr wollten wir die gastliche Stätte verlassen, aber was dann folgte, war eine Katastrophe! Die beiden senilen, pensionierten Ex - Geographen setzten ihre bei der Anfahrt begonnene Konversation unbeirrt fort, ohne Navi und Kompass kam es, wie es anscheinend kommen mußte, auf einmal waren wir in der Steiermark Richtung Murau unterwegs! Plötzlich wurde es vorne relativ ruhig, höchst konzentriert wurde der Rückweg angetreten und ohne das Burgenland zu durchqueren eine halbwegs annehmbare Strecke, die nach Hause führte, gefunden. Diese unglaublichen geographischen Aberrationen mögen ein weiterer Hinweis auf den passenden Zeitpunkt des immer näher kommenden Abschieds sein.... wenn man letztlich schon froh sein muß, das Probenlokal in Feistritz Gail zu finden, ist die weite Welt entrückt!

 
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