2008

Den treuen Lesern unserer "Chronik" wünschen wir ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr. - 5 Gailtaler



Noch bevor der Beitrag von Gerhard in der Chronik vom 16.12. zu lesen war, habe ich versucht, das Jahr 2008 Revue passieren zu lassen, ein wenig kritisch zu sinnieren und die Aktivitäten unserer Gruppe und deren Mitglieder zu beleuchten. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, der Chronist hätte das alleinige Anrecht des letzten Beitrages in der Chronik 2008, aber eigentlich ist dem so!

Kein demotivierender Trott, nicht allzu viele Auftritte und Proben definierten 2008 eine Leichtigkeit des Singens, die uns alten Herren auf der einen Seite recht gut getan hat, andererseits doch etwas Rost auf den Stimmbändern verursachte. Die Gründe für das eher ruhig verlaufene vergangene Jahr sind multifaktoriell.

Maestro Franz hetzte mit seiner Singgemeinschaft von einer Großveranstaltung zur anderen, ließ aber auch schon gar nichts aus und überlebte den ungeheuren Stress eigentlich nur durch seine weitblickende und vorausschauende Nominierung einiger Subchorleiter, die ihm doch einiges an Arbeit abnehmen konnten. Er formte aus dem Chor einen Klangkörper, der seinesgleichen suchen muß, allerorten bewundert wird und zweifellos zum Besten zählt, was es auf diesem Sektor gibt ... und dies nicht nur lokal, sondern bundesweit bezogen.

Noch gestresster und umtriebiger war jedoch unser jüngster Sänger, Gerald. Es gibt keinen Kletterwettbewerb in Europa, den seine Kinder nicht bestreiten, keinen Kletterturm, der nicht in kürzester Zeit von Anna und Mathias bezwungen wird und dem jüngsten Spross Simon wird nachgesagt, schon intrauterin durch gewagte Klettermanöver auf sich aufmerksam gemacht zu haben. Jedes Wochenende ist Gerald nicht nur als Chauffeur, sondern sogar als Schiedsrichter unterwegs und sein Kletterterminkalender für 2009 weist seine Agenden im LKH Villach als Nebenbeschäftigung aus.

Gerhard müht sich praepensionell durch seine letzten Monate an der AHS und hat, obwohl er nicht nur von seinen Kollegen, sondern auch von seinen Schülern immer geschätzt wurde, auf seine alten Tage eine Horde undisziplinierter, aufmüpfiger und fauler Schüler aufs Auge gedrückt bekommen. Undank ist der Welten Lohn und nun muß unser Methusalix, statt sorgenfrei der Pensionierung zuzugleiten, noch einmal das Letzte aus sich herausholen und versuchen, wenigstens 10 % der unbelehrbaren Fratzen einer Matura zuzuführen.

Obwohl Kärnten in der Presse als Eldorado für Beamte ausgewiesen ist - von lukrativen Pensionsgeldern und vorzeitigen Ruheständen in jugendlichem Alter, die österreichweit einzigartig wären, wurde berichtet - muß auch Philipp an etlichen Wochenenden Dienst versehen, Verbrechern nachjagen und Kurse belegen. Unser Exekutivbeamte verliert kein Wort über einen vorzeitigen Ruhestand. Gerhard und Philipp sind ja an sich ein separates Duo im Quintett, weit entfernt von der Klasse der legendären Simon and Garfunkel aber gottlob auch absentiert von den Niederungen von Brunner und Brunner. Mit den Aktivitäten der 5 Gailtaler absolut unterfordert bringen sie immer wieder ihre Sangeskunst in wilde Gasthausquintette ein und brillieren dort mit Liedern, die vom anspruchsvolleren Teil unserer Gruppe nicht einmal Ignoranz hervorrufen. Wir freuen uns aber, wenn sie glücklich sind und zwischendurch die Sau rauslassen können, die ihnen in Begleitung des restlichen Trios des Stammvereins versperrt bleibt!

Über den Chronisten non est disputandum, er würde sich freuen, 2009 mehr von 5 Gailtalern berichten zu können. - Klaus -

16.12.2008:  Nach traditioneller Gailtaler Art - bei Würstl und Sauerkraut - verbrachten Philipp und Gerhard mit ihren Gasthaussängerfreunden Hans, Ossi und Franz beim Schussmann in Hohenthurn mit dem Absingen bodenständigen und auch weihnachtlichen Liedgutes einige vorweihnachtliche Stunden.

In finsterer Nacht führte uns Ossi dann noch durch die tiefverschneite Gailtaler Landschaft in sein romantisches Zuhause, wo wir bei einem Gläschen Rotwein unser Zusammenkommen besinnlich ausklingen ließen.- Gerhard

29.11.2008:  Konzertteilnahme im Congress Center Villach: nach den besinnlichen Stunden in Feistritz Gail vom 16.11. präsentierte die Singgemeinschaft Oisternig ihr Liedbuch "a Johr" nun auch in Villach und im ausverkauften Saal brillierte, wie gewohnt, der äußerst gut disponierte Chor. Schon um 15 Uhr hatte Franz seine Sängerinnen und Sänger ins Kongreßhaus bestellt, seine Quintettler blickten um 18:30 in grenzwertig lang eingesungene, aber höchst motivierte Gesichter von gut 60 (!)Chormitgliedern. Der unerbittliche Maestro hatte ein strenges Alkohol- und Rauchverbot erlassen und entsprechend glockenhell und fehlerlos gestalteten seine Schützlinge einen bemerkenswerten Abend. Es ist fürwahr eine Freude, diesen Chor zu sehen und zu hören, es gibt kein Genre, das nicht adäquat interpretiert wird, die stimmliche Präsenz und ungeteilte Aufmerksamkeit für die unterschiedlichen Dirigenten ist bemerkenswert. Franz hat es immer verstanden, die Jugend zu forcieren und wenn Julia Zimmermann und sein Sohn Christoph zeitgenössische Werke dirigieren, swingt der "Altmeister" begeistert im Chor mit.

Auch dem Quintett des Chores kann man nach der Verunsicherung und Trauer, die durch den Tod von Raimund Kessler entstanden sind, nur gratulieren. Die Burschen verfügen über einfühlsame Stimmen, sind absolut intonationsrein und haben bereits höchsten Stellenwert in der Kleingruppenszene. Tonc Feinig am Piano, Stefan Thaler am Bass und Anton Weinstich auf dem Schlagwerk begleiten stets unaufdringlich und smart die entsprechenden Vorträge, man verspürt eine vertraute Allianz der Singgemeinschaft mit den Musikern.

Über die Kompetenz Josef Nadrags zu diskutieren ist müßig, seine Schlagfertigkeit und Improvisationskunst sind frappierend, unaufdringlich führte er mit kurzen, aber markanten Kommentaren durch den Abend. Man verspürte sein mehr als freundschaftliches Verhältnis zum Chor und vor allem zu dessen Leiter ... Josef war anno dazumal Schüler von Franz.

Mitterweile leitet Franz schon 25 Jahre die Singgemeinschaft, ein wenig länger steht er den "5 Gailtalern" vor und wir alle sind sehr stolz auf ihn! Er hat als künstlerischer Leiter die Singgemeinschaft in höchste Sphären geführt und trotz seines unermüdlichen Einsatzes für den Chor immer wieder Zeit, mit seinen alten Freunden zu singen. Ich denke wir haben mit den zwei kurzen Auftritten an diesem Abend die Erwartungen der Zuhörer erfüllt und gezeigt, daß wir auch in Zukunft sängerischer Rückhalt des "Franz Dampf in allen Gassen" sein sollten!

Am Ende sei erwähnt, daß die Idee der Gestaltung eines Liederbuches seinerzeit ja eigentlich von uns Fünfen ausging, jedoch ein "Abkupferungsprozess"stattfand, der naturgemäß personell und logistisch um ein vielfaches unserer bescheidenen Möglichkeiten unterstützt wurde. Neidlos freuen wir uns aber mit der SGO über das gelungene Machwerk, wiewohl uns die Latte nahezu unerreichbar hoch gelegt wurde und wir jetzt ob der scheinbar unübertrefflich gediegenen Aufmachung doch ein wenig verunsichert sind. Es ist verdammt hart ... - Klaus -

27.11.2008:  Probe bei Philipp. Nach 19 Uhr holen wir Philipp vom Polizeiposten in Seeboden ab und werden für eine Geburtstagsfeier vorerst in die Warteschleife versetzt. Im Nachbarhaus des Jubilars proben wir für die Geburtstagsüberraschung und singen danach für Ortner Klaus, Großbauer in der Dorfgemeinschaft Kraut. Dieser Teil Seebodens wird von Leuten bewohnt, die sich gegenseitig sichtlich schätzen und helfen, untereinander eine verschworene Gesellschaft bilden und bei Feiern gemeinsam auftreten. Das sympathische Geburtstagskind freut sich im Kreise seiner lieben Familie und vieler Freunde sichtlich, daß 5 Gailtaler einmal bei ihm privat auftreten und er nicht, wie so oft, zu einer Veranstaltung des Quintetts fahren muß. Das Wasser rinnt uns angesicht der offerierten Speisen schon während unserer Liedvorträge im Mund zusammen und wir sind beileibe nicht traurig, als wir uns danach unverhofft am knusprigen Schweinsbraten laben dürfen. Nach einem Abschiedslied für die Gesellschaft fahren wir noch kurz zu Philipp, um für den Auftritt mit der SGO Oisternig am Samstag im Congress Center Villach zu proben. Wir fünf bestreiten ja nur einen kleinen, aber hoffentlich feinen Teil der Veranstaltung, die unserem Franz sicherlich viel abverlangen wird! Das Programm der Singgemeinschaft ist höchst anspruchsvoll und facettenreich, Franz ist ja bekannterweise ein sehr gestrenger, den Perfektionismus suchender Chorleiter, der seine Schützlinge richtiggehend piesackt, um dann den herrlichen Klang des Chores den Zuhörern zu präsentieren. Seine Auftritte mit uns sollten für ihn letztlich eine beruhigende Erholung sein?! - Klaus -

16.11.2008:  Feistritz Gail: Das Liederbuch der Singgemeinschaft Oisternig wird vorgestellt und "a Jahr" sollte wirklich zu einem Standardwerk für Chorliteratur werden. Der lange Tag beginnt mit einem Gedenkgottesdienst in der Kirche zu Feistritz und vor allem das Andenken an den leider viel zu früh verstorbene Raimund Kessler verursacht immer wieder feuchte Augen bei den Chorsängern und den Kirchenbesuchern. Nach der Messe begeben wir uns alle zum großen Empfang im Gasthaus Post und in zwei Stunden gehen namhafte Referenten auf das wunderbar illustrierte Machwerk der Singgemeinschaft ein. Absoluter Höhepunkt der Veranstaltung ist aber die Verleihung der Dr. Anderluh Medaille an Franz Mörtl! Franz und Göttergattin Gerda haben an diesem Tage ja beide Geburtstag und in den Laudationes wird immer wieder auf den notwendigen familiären Rückhalt, den Franz durch Gerda und seine drei Kinder, die allesamt Chormitglieder sind, hingewiesen. Das intensive Engagement Franz's, von dem ja nicht nur die Singgemeinschaft, sondern auch die 5 Gailtaler profitieren, wurde entsprechend gewürdigt und wir alle freuten uns mit Franz über die mehr als verdiente Auszeichnung. Nachdem Gerald unmittelbar nach unseren gesanglichen Vorträgen die gastliche Stätte verließ und auch die als konditionsstarke, unverwüstliche und typische Gasthaussänger gepriesenen Philipp und Gerhard früh und grußlos die Segel strichen, lag es halt an mir, unserem erschöpften, aber glücklichen Franz zu später Stunde noch ein wenig den Bauch zu pinseln. Es war mir ein innerer Parteitag, die vielen gesanglichen und menschlichen Verdienste von Franz noch ein wenig Revue passieren zu lassen, den wunderbaren Klang seiner Singgemeinschaft zu loben und auf den wichtigen Ausgleich in Gestalt von 5 Gailtaler hinzuweisen. Ein paar gemeinsame und schöne Jahre sollten uns ja doch noch beschieden sein - Klaus -

6.11.2008:  Probe bei Philipp: eine bedarfsorientierte Ultrakurzprobe mit unproportional üppigem Essen! Nachdem im November lediglich Teilnahmen an Veranstaltungen anfallen - siehe Termine und Konzerte - haben wir keinen erhöhten Probenbedarf. Es hat auch keiner von unserem Quintett die "Qualitäten", die ein höchst zynischer Kritiker einem Sänger attestierte: er kann nicht singen, aber dies großartig, seine Stimme hat das gewisse Nichts und er ist auch absolut talentfrei! - Klaus -

14.10.2008:  Auftritt in Pörtschach. Das ehrwürdige Hotel Werzer war Schauplatz des Abschlußabends einer Fortbildungsveranstaltung der musikunterrichtenden Hauptschulpädagogen Österreichs. Prof. Bernhard Zlanabitnig, Koordinator der Tagung und bekannt als Leiter des Carinthia Chores hatte uns auserwählt, den Abend gesanglich zu umrahmen. Noch am Vortag fragte Franz telefonisch an, ob die Veranstaltung, die unter dem Ehrenschutz von Landeshauptmann Jörg Haider gestanden wäre, überhaupt stattfinden würde. Ich war bei Franz, spürte die unermessliche Trauer in der Familie, die mit Raimund Kessler nicht nur einen höchst talentierten Sänger, sondern auch einen lieben Freund verloren hatte. Nachdem 24 Stunden nach dem tragischen Ableben Raimunds auch der uns sehr wohlwollend gesinnte und stets anerkennende Jörgl sein Leben aushauchte, war die Stimmung bei Franz und mir sehr gedrückt. Bernhard zerstreute unsere Bedenken, die aus allen Teilen Österreichs angereisten Musikpädagogen hätten sich eine abschließende Unterhaltung verdient und wir würden schon eine entsprechende Gestaltung des Abends bewerkstelligen.

So war es dann auch! Nachdem wir beim Einsingen unser Programm den tragischen Umständen entsprechend modifizierten, traten wir vor die gespannt - aufmerksame Armada von Lehrern, die uns schon nach dem ersten Vortrag mit einem nicht enden wollenden Applaus begrüßte. Ist es die Liedauswahl, die Interpretation, der bel canto ...? Ich weiß es nicht, aber die Beifallskundgebungen unserer Gäste nahmen an diesem Abend schon beängstigende Dimensionen an! Ein für uns mehr als beglückender Abend zeigte auf, daß das Leben - wie immer - weitergeht und wir können nur hoffen, daß Raimund und Jörgl zugehört haben. - Klaus -

10.10.2008:  um 2:30 wurde ich in Nötsch von den Sirenen geweckt und wußte zu diesem Zeitpunkt nicht, welch' tragisches Unglück sich ereignet hatte. Schuldlos mußte ein junger Mensch, super Sänger und allseits beliebter Freund sein Leben lassen ... Raimund Kessler verunglückte am Gailtalzubringer tödlich! Als 1. Bass des Quintetts Oisternig und Mitglied der Singgemeinschaft kannten wir ihn alle und verbrachten viele Stunden miteinander. Vor wenige Monaten noch half ich dem jungen Quintett aus, da Alexander und Christoph Mörtl, die Söhne von Franz, verhindert waren. So durfte ich alter Depp mit Janko, Niko, Dieter und eben Raimund, der mich abholte, bei den erfolgreichen österreichischen Schispringern nach der WM in Planica in einem Gasthaus in Kranjska Gora sängerisch aushelfen. Es war beileibe keine Kunst bei den jungen, sauberen Stimmen ein wenig den Bass mitzubrummen und nun ist einer aus der Runde für immer fortgegangen! Wir 5 können uns in die Lage unserer Sangesfreunde versetzen: 1994 traf uns der unerwartete Tod unseres unvergeßlichen Freundes Erich Bauer wie ein Keulenschlag!

Wer Raimund noch einmal hören will schaut auf www.oisternig.at/5/

7.10.2008:  Probe bei Gerald. Franz überrascht uns alle mit der Übergabe des noch druckfrischen Liederbuches der Singgemeinschaft Oisternig. A Johr ist herrlich illustriert, mit profunden Kommentaren versehen und beinhaltet eine abwechslungsreiche Liedsammlung ... die Latte für unser geplantes Liederbuch wurde sehr hoch gelegt! Waltraud tischt ein so selten offeriertes Ritschert allerhöchster Güte auf und danach befassen sich 5 G mit einer bedeutsamen Facette unseres Lebens, dem Sex! Das Symposium "Erotik im Volkslied" steht vor der Tür und beim Sichten unserer Beiträge knistert es im Gebälk' der Karnels. Prominenten Vortragenden wie Dr. Peter Wiesflecker, Dr. Klaus Fillafer, Dr Arnold Mettnitzer und Univ. Prof. Dr. Roland Girtler sollte nach Ihren theoretischen Ausführungen mit einer deftig bis schonungslosen musikalischen Umsetzung die Augen und Ohren geöffnet werden. Das sollte uns eigentlich nicht schwer fallen .... - Klaus -

2.10.2008:  Essen beim Schußmann in Hohenthurn! Maria "Mizzi" Kuglitsch vlg. Schußmann, Ehefrau unseres geschätzten Liederfürsten Franz, bewies wieder einmal, welch' gute Köchin sie ist! Die Lebern eines von mir im Juli erlegten Rottier bzw. Kalbes standen am Speiseplan und Mizzi brachte unsere Gaumen zum Schnalzen! Eingeladen hatten wir auch den Bleiberger Viergesang, doch Norbert, Helmuth und der "Neue", Manfred, glänzten durch unentschuldigte Abwesenheit. Lediglich Dietmar wußte, was sich gehört und sagte mir telefonisch den Termin ab. Ob sich die Bergmänner etwa unwohl gefühlt hätten, weil ihr einstiger und mitterweile ausgeschiedener "Tenorissimo" Klaus Plattner mit von der Partie war?

Wie auch immer, wir fühlten uns allesamt ausgesprochen wohl und nachdem die herrlichen Innereien gastral angekommen und mit ausreichend Flüssigkeit eingebettet waren, gings zum gesanglichen Teil über. Ein Franz Kuglitsch, wieder einmal in weltmeisterlicher Form befindlich, ein Müller Hans, ein Oswald Jochum und Thomas Tischler von den "Rosentalern" und eben Klaus Plattner sind einfach auserlesene Kronjuwelen der Kärntner Gesangsszene und gestalteten den Abend zu einem außergewöhnlich schönen musikalischen Parteitag.

Diesmal war auch eine liebe Freundin von uns allen mit von der Partie! Ursula Rausch, Ihres Zeichens Sängerin beim A Cappella Chor, ist auch eine professionelle Fotografin und hatte (leider) Ihre Kamera mit dabei. Meine Angst vor wahrscheinlich nicht gerade schmeichelhaften bildlichen Dokumentationen ist nicht ganz unbegründet, denn für die letzte Stunde unserer Zusammenkunft besteht meinerseits eine äthylisch bedingte Form retrograder Amnesie, die unter Umständen von entsprechender Mimik untermauert wurde. Aber vielleicht ist der Film so wie ich zum Abschluß unserer Zusammenkunft ... ein wenig unterbelichtet?! - Klaus -

14.9.2008:  St. Michael ob der Gurk: der gemischte Chor St. Michael feiert sein 30 - jähriges Jubiläum und hat uns zu diesem denkwürdigen Fest eingeladen. Unser unschlagbares menschliches GPS, Gerhard, findet, wie gewohnt, mit traumwandlerischer Sicherheit zum Ort des Geschehens, dem Pfarrstall - Saal der hiesigen Kirche. Nachdem der Chor unter der Leitung von Thomas Oman ausgesprochen sauber intonierend ein kurzes Programm singt und einige Mitglieder für ihr jahrzehntelanges Mitwirken ehrt, kommen wir an die Reihe.

Der Saal selbst wäre zu klein gewesen, um die vielen Besucher zu beherbergen, aber im großzügigen Zelt finden alle Platz und lauschen sehr konzentriert unseren Vorträgen. Es springt wieder einmal der "gewisse" Funken über, wir fühlen uns angesichts der freundlich lachenden, wohlwollenden und applausfreudigen Zuhörer ungemein wohl und liefern, so denke ich, ein reichhaltiges, gut gewähltes und anständig interpretiertes Programm ab. Es ist halt wesentlich einfacher überzeugend zu gestalten und zu singen, wenn man offensichtlich unumschränkt akzeptiert wird. Vier Zugaben sprechen Bände und kamen uns federleicht aus der Kehle.

Der Smalltalk post festum war sehr vergnüglich! Unter anderem konnten wir HELENA TAIBON, Gründungsmitglied des Madrigalchores und ehemalige Leiterin des Chores St. Michael und somit wohl als Grande Dame der Kärntner Musikszene zu bezeichnende Künstlerin begrüßen. Mit dem Singen war noch lange nicht Schluß, denn es wurden unter anderem auch zwei Geburtstagskinder gesanglich geehrt und das eine oder andere Lied draufgesetzt.

Wir bedanken uns noch einmal für die schöne Einladung und den wunderbaren Abend! - Klaus -

10.9.2008:  Gleich nach der Probe hatte Klaus nichts Besseres zu tun als nach Ungarn aufzubrechen und dort sein Glück bei der Jagd zu versuchen. Ein kräftiges Waidmannheil!!

9.9.2008:  Probe bei Gerhard: ein gründlich geprobter Durchlauf für den Auftritt in St. Michael steht am Programm und wir sind alle konzentriert bei der Sache. Nachdem wir die Hälfte des Jubiläumskonzertes bestreiten, trachten wir mit den Liedern einen repräsentativen Querschnitt unseres Schaffens zu bieten. - Klaus

9.8.2008:  DVD - Aufnahme: für eine "Kärnten, Land der Lieder" Serie, die im Rahmen von Licht ins Dunkel diverse Chöre und Kleingruppen präsentieren soll, treffen wir uns in der Post zu Feistritz. Unsere lieben und inzwischen eigentlich schon pensionierten Freunde, Peter Maier und Seppi Steiner, zeichnen für diese Aufnahmen verantwortlich und versuchen wieder einmal, filmisches Leben in die alten Gailtaler einzuhauchen. Nach zwei Stunden sind die 2 Strophen von " Pack' ma zsamm' und gemma" im Kasten, einige nette Fotos wurden gemacht und eines davon ziert die erste Seite unserer Homepage. - Klaus -

30.7.2008:  Heute ist Gerhards Mutter verstorben! Nachdem Gerhard schon als Kind seinen Vater bei einem tragischen Lawinenunglück am Oisternig verlor, war es natürlich die Mutter, die ihn und seinen Bruder Erwin durchs Leben führen mußte und damit die wichtigste Bezugsperson in den Jugendjahren war. Wenngleich sie in den letzten Jahren geistig leider sehr abgebaut hatte und zum Pflegefall wurde, kümmerten sich Gerhard und Erwin rührend um ihre Mutter und lösten sich in der Betreuung gegenseitig ab. Ich habe sie als humorvolle, allseits beliebte, äußerst freundliche und an allem interessierte Frau in Erinnerung. Sie konnte zu Lebzeiten stolz auf den Werdegang ihrer beiden Söhne blicken und sich an fünf außerordentlich gut geratenen Enkelkindern erfreuen. Rosa Hohenwarter, geboren am 11.1.1920, ist die erste Mutter unseres Quintetts, die von uns gegangen ist. Wir werden sie in guter Erinnerung behalten und danken ihr, daß sie uns Gerhard geschenkt hat - Klaus -

PS: den Auftritt beim Kulturverein Trta am 1. August in Sittersdorf haben wir abgesagt. Die Veranstalter haben dafür Verständnis wie das folgende Email von Paul Stern zeigt. Wir möchten zur Verabschiedung von Rosa bei Gerhard sein. Gerne sind wir aber im nächsten Jahr dabei!

Liebe 5 Gailtaler! Ne vemo ure, ne dneva ..........- Wir kennen nicht die Stunde, nicht den Tag.............

Mein und unser aufrichtigstes Verständiss, die kleinste Sorge sollte für Euch momentan der Auftritt in Sittersdorf sein. Es gibt nichts schönerers, erhabenderes und wichtigeres als Beistand in der Stunde der Not.

Eure Freunde aus Sittersdorf - Vasi prijatelji iz Zitare vasi

20.7.2008:  Auftritt Burgruine Finkenstein: wir wirken im Rahmen des Finkensteiner Kultursommers bei einer leider nicht allzu gut besuchten Veranstaltung, die auch von einer bald nach Beginn des Abends ankommenden Gewitterfront gestört wird, mit. Die Kindergruppe SMUKLCE, die Trachtenkapelle FINKENSTEIN - FAAKERSEE, der gemischte Chor FAAKERSEEKLANG, die Volkstanzgruppe FÜRNITZ und DOMINIK KARGL mit seinen Freunden sind weitere Teilnehmer des Konzertes, das von DANICA THALER - URSCHITZ und ADOLF WEISCH kommentiert wird. Nach der "Flucht" von der Burg ins Zelt ist der weitere Verlauf des Abends durch die laut aufs Zeltdach niederprasselnden Regentropfen empfindlich gestört! Ein Versprechen für die Zukunft ist ganz sicher Dominik Kargl, der seine Harmonika mit atemberaubender Fingerfertigkeit "bearbeitet" und von seiner klanglich eher suboptimal harmonierenden Begleitung in Form zweier Gitarren eher aufgehalten als unterstützt wird. - Klaus -

10.7.2008:  Auftritt in St. Michael ob Bleiburg. Der ST. KATHARINA CHOR feiert sein 10 - jähriges Bestandsjubiläum und hat die 5 Mannen aus dem Gailtal eingeladen. Am Anfang steht ein Vortrag von SAXOLINE, ein bemerkenswertes, junges Saxophonquartett, das erst zwei Jahre zusammen musiziert, aber sehr gut eingespielt ist und schneidige Sätze hervorragend interpretiert. Der Chor hat, wie so viele gemischte Chöre, Männermangel und so singen insgesamt fünf Männer "gegen" eine deutlich Übermacht an attraktiven und stimmlich feinen Damen. Man läßt die vergangenen Jahre Revue passieren und uns alle ergreift Wehmut, war doch die unvergessene und leider viel zu früh verstorbene ELISABETH TAUPE die erste Leiterin des Chores. Wir schließen uns der gebotenen Vielfalt an Liedern an und singen ein Programm, das quer durch unseren gesanglichen Gemüsegarten reicht. Groß ist unsere Freude, wenn Kollegen von anderen Kleingruppen zuhören und so konnten wir NORBERT HAIMBURGER und KLAUS FANTONI vom Quintett Petzen, VLADIMIR von den SMRTNIK'S begrüssen und PEPEJ KROP vom OCTET SUHA meinte sogar, wir wären wie der Wein: "je älter, desto besser"!

Ein ausgezeichnetes Bufet mit einer Vielfalt an köstlichen Schweinereien läßt uns post festum noch einige Zeit verweilen. Gegen Mitternacht führt uns Obmann Gerhard wieder nach Villach zurück, wir konnten einen lustigen Abend verbringen, wieder neue Sängerfreunde kennenlernen und mit einigen "alten" Bekannten sprechen - Klaus -

24.6.2008:  Probe: wieder einmal bekocht uns die liebe "Plondi" Hebein Plondine vulgo Tschuri in Göriach mit einem der potentesten Harnsäureproduzenten überhaupt - einer Leber vom Hirschen! Nur durch ausreichende Spülung gelingt es uns Gichtanfälle zu vermeiden und erst nach einer Stunde kommen wir zum Singen. Franz hat diesmal etliche zungenbrecherische Lieder in slowenischer Sprache, die er von den Sängerfreundenaus dem Raum Egg abgekupfert hat, ausgeteilt. Die Mannen des MGV "Heimat" unter der Leitung von Franz Zwick sind sehr traditionsbewußt und haben sicher nichts dagegen, wenn wir "ihre" überlieferten Weisen zu Papier bringen. Nun folgt für uns eine kurze sängerische Pause, denn Franz ist im Stress, da die Konzerte seiner Singgemeinschaft Oisternig am 4. und 5. Juli auf der Burgruine Finkenstein anstehen und anscheinend noch viel Probenarbeit erfordern....danach gehört er wieder uns! - Klaus -

4.6.2008:  Probe bei Franz: es sei festgestellt, daß schon die Vorspeise des Abends in Dimensionen entschweifte, die weder von Gault - Millau noch Michelin qualitativ, punkte- bzw. haubenmäßig erfassbar wären! Wer auf diesem Planeten bekommt schon Tagliatelle auf Morchel als Antipasto kredenzt und sieht sich dann - unfähig nach diesem Hochgenuß noch irgendetwas anderes lukullisch gelungener beurteilen zu können - mit einem zarten Zwiebelrostbraten vom junggefällten Gailtaler Rind, mit flaumigem Püree gekrönt, konfrontiert? Keine Sau auf der Welt ... aber 5 Gailtaler! Viele Menschen haben das Essen verlernt, sie können nur noch schlucken, aber wir 5 konnten diese Herrlichkeiten von Gerda genießen und sogar noch trinken und singen! Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie konzentriert und doch zwanglos nach einer solch' orgienmäßigen, alimentären Darbietung an die dreißig Lieder singend, ja nahezu gebetet niedergeschrieben werden können ... Disziplin ist (wahrscheinlich) alles! Auch wenn die angebotenen Destillate, Weine und Biere zum Müßiggang verführen würden, sind wir konzentriert bei der Sache und ackern die feilgebotenen Sätze Franzens mit Hilfe Geralds durch. Wir proben für unser Liederbuch, wissen was zu tun ist und freuen uns immer wieder, wie lustig und trotzdem effektiv eine Probe sein kann ... aus diesem Grund konnte ich es auch moralisch verkraften, daß mir niemand dieser "Säcke" zum kurz zuvor gefeierten Geburtstag gratulierte! Im Jahr zuvor überboten sich die Sangesfreunde mit Einlagen und Ideen, aber jetzt haben sie die kleinen, stattgehabten Schlaganfälle doch eingeholt! - Klaus -

... ab einem gewissen Alter üben sich gute Sangeskollegen und Freunde selbst dem Chronisten gegenüber in äußerster Zurückhaltung bezüglich Glückwünschen oder Beileidsbezeugungen um mögliche peinliche Situationen tunlichst zu vermeiden ... aber man kann es ja niemandem recht machen (vor allem zweiten Bässen nicht)! Daher: nachträglich alles Gute, obwohl das erreichte Alter weder rund ist noch eine Primzahl. - Gerald -

29.5.2008:  Probe bei Philipp: unser "Cop" kommt mit Verspätung zur Probe, aber die Formalitäten eines Unfalls sind immer zeitaufwendig. Waltraud tischt aber trotzdem auf und wie immer, wenn wir uns wochenlang nicht sehen, wird erst nach gut einer Stunde der erste Ton gesungen. Ein langgehegtes Projekt wird anscheinend wirklich Realität, denn Franz kommt mit einem Stapel von Noten, die wir in den nächsten Wochen durchackern müssen. Das Endprodukt sollte dann das Liederbuch der "5 Gailtaler" sein und ich denke schon, daß wir nach über 30 Jahren gemeinsamen Singens eine Art Manifest hinterlassen sollten. Viele Lieder, die wir in unser Programm aufgenommen haben und seit Jahren vortragen, würden sonst vielleicht in Vergessenheit geraten. Daher setzt Franz derzeit laufend die von uns gesungenen Lieder und bei den Proben überprüft Gerald, ob wohl alle Töne und Akkorde auch zu Papier gebracht wurden. Es ist letztlich vor allem für Franz und Gerald eine aufwendige Beschäftigung, auch wenn speziell entwickelte Programme sehr hilfreich sind und optisch ansprechende Notenblätter produzieren. - Klaus -

13.4.2008:  Von Frau Manhart aus Oberdrauburg erreichte uns das folgende Email als Reaktion auf das Konzert in Hermagor:

Lieber Gerhard! Viele Aufgaben in den vergangenen Tagen haben mich daran gehindert, schon früher ein paar Gedanken und Eindrücke zum Kozert am Freitag, 12. April in Hermagor darzulegen:

Es war ein Hochgenuß für Ohren und Augen! Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Stadtsaal, ein Publikum, dem man schon lange vor Beginn die Vorfreude auf das Kommende ansah und dann 9 "gstandene Mander" auf der Bühne. Ich nehme das Hornquartett des Kärntner Landesmusikschulwerks heraus, sie waren eine Klasse für sich. Die anfängliche leichte Nervosität der Akteure legte sich rasch nach den ersten Liedern. Die Freude auf den Gesichtern der Zuhörer hat bestimmt als zunehmende Beruhigung auf die Sänger gewirkt.
Die Neuberger Jagdmesse hat den Saal sofort in eine fast heilige Atmosphäre getaucht und zwischen den Klängen der Bläser und den Tönen der Sänger hätte man eine fallende Stecknadel ohne weiteres gehört.
Wenn man geglaubt hat, dass das Publikum nach dem Verstummen der letzten Melodien dieser wunderbaren Messe noch lange in dieser besinnlichen Stimmung verweilen wollte, so irrte man. Die strammen Männer des Bleiberger Viergesangs wirkten wie Magier: Ein paar Töne gesungen und das Publikum ließ sich sofort in Frühschoppenstimmung versetzen. Der begeisterte Beifall nach jedem einzelnen Lied spornte die Sänger nur noch mehr an und die Freude auf ihren Gesichtern übertrug sich wiederum auf das Publikum.
Pause. Da meinte ich zuerst, es würde für die 5 Gailtailer nicht leicht werden, die Zuhörer erneut in Hochstimmung zu versetzen. Ich habe mich geirrt. Die kluge Auswahl ihrer Lieder trug dazu bei, dass bereits nach dem ersten Lied tosender Applaus erklang. Reinste Freude, diesen 5 Männern zuzuhören. Wenn man - so wie ich - in den ersten Reihen einen Sitzplatz hat, kommt man auch in den Genuss, die Mimik und Gestik der Akteure zu betrachten und so mancher Schmunzler ließ sich von mir nicht verbergen.
Der gemeinsame Auftritt der beiden Gruppen setzte diesem Programm die Krönung auf. Das "Ave Maria" von Biebl ließ mich richtig dankbar werden. Dankbar dafür, dass man solchen Tönen lauschen darf. Dankbar dafür, dass der Schöpfer den einen und anderen mit diesem Talent ausgerüstet hat und die wiederum mit viel Mühe aus dem Talent etwas machen und ihr Können anderen zu Gehör bringen.
Dass das Publikum hartnäckig nach Zugaben applaudierte, war eine ganz logische Reaktion auf diese Darbietungen und hat die Sänger auch sicher gefreut. "Pack ma zsamm und gemma!" ist nicht nur ein akkustischer, auch ein kabarettreifer Abgang der 5 Gailtaler und jedesmal eine Freude fürs Publikum.
Dieser Abend war ein Erlebnis der besonderen Klasse und auch eine weite An- und Heimfahrt erschien plötzlich als überhaupt nicht mehr belastend. Im Gegenteil. Es war noch 1 Stunde Zeit, die Töne mit nach Hause zu tragen.
Freu mich heute schon, den 5 Gailtalern irgendwann und irgendwo lauschen zu dürfen und unser Bürgermeister sucht nach einer passenden Möglichkeit, sie für einen Auftritt in unserer Gemeinde Oberdrauburg zu gewinnen. Mal sehen, ob auch was draus wird.
Liebe Grüße von Monika

13.4.2008:  Von Dr. Teddy Inthal, unserem lieben Freund aus Velden, erreichte uns folgende Email als Reaktion auf das Konzert in Hermagor:

Liebe Freunde, da Klaus, (seine Handynummer hab ich ja), im Moment nicht abhebt und ich mich nicht live bedanken kann für den großen Abend gestern hier mein e-mail Danke: Es war für uns Inthals ein außerordentlicher Kunstgenuss. Wenn die Zachalan rinnen, wenn man lachen muß, und wenn man beim Ave Maria selbst von Euch noch überrascht und heimtückisch unvorbereitet Eurem Können ausgesetzt wird und sich deswegen leichte Verwirrung und Fassungslosigkeit breit macht, wie soll man Euch dann danken? Die Plätze ganz vorne, das volle Haus, letzteres eine Selbstverständlichkeit, ersteres ein Privileg, das andere sicher mehr verdienen, es war einfach wunderschön! Aus rein privater Sicht hatte ein häufiges Thema Eurer Performance einen für uns zusätzlichen rührenden Aspekt: Matthias, unser Jüngster, hat am Vormittag die Jagdprüfung gemacht. Ihr könnt Euch schon vorstellen, was das für uns bedeutet hat direkt hinter Frau Komposch zu sitzen, da oben blasen die Hörner an, und UNSERE 5 Gailtaler souveränisieren durch schwierigste musikalische Linien. Ich danke Euch aus ganzem Herzen, Euer Teddy mit seiner Familie, Euren Superfans….

12.4.2008:  Auftritt in St. Kanzian: ein Frühlingskonzert / Vigredni Koncert in St. Kanzian / Skocjan führt uns am Abend nach der gelungenen Veranstaltung in Hermagor ins Kärntner Unterland. Bei Gerald singen wir uns in Anwesenheit vieler Verwandter, die den 50. Hochzeitstag seiner Eltern gefeiert haben, bestens ein. Nach dem etwas stressigen Vorabend mutet unser Ausflug wie eine Erholungsfahrt an und mit kampferprobten Stimmbändern sorgen wir vorerst für eine Überraschung in Gallizien. Richard Müller, Ex-Feistritzer und nun Polizist in Eisenkappel, feiert seinen 50. Geburtstag und unser Erscheinen ist eine willkommene, große Überraschung.

Im Kultursaal zu St. Kanzian amüsieren wir uns am Beginn des Programms über die Sorglosigkeit und unbekümmerte Bühnenshow der Kinder- und Jugendgruppe des slowenischen Kulturvereins Danica – Otroški in mladinski zbor SPD Danica -, hören das gemischte Ensemble Nomos und den Männerchor Vinko Poljanec. Der überwiegende Teil des Programms wird von uns bestritten und, wenn’s laft, laft’s, denn durch die vielen Proben und Gesänge der letzten Zeit läuft der 5 Gailtaler Wurlitzer wie geschmiert! Langanhaltender, mit anerkennenden Pfiffen unterstützter Applaus belohnt unsere Darbietungen.

Der Veranstalter war von den lukullischen Träumen der Gailtaler Sänger offensichtlich bestens informiert, denn anders ist die Aufwartung post festum nicht zu erklären. Der Knochenkarner, den wir nach Verzehr der offerierten gebackenen Hühner hinterließen, fällt ansonsten nur nach Raubtierfütterungen an!

Ein erfülltes und erfolgreiches Wochenende hat also einen ebenso würdigen Abschluß gefunden und der Chronist chauffiert müde aber zufrieden seine Freunde nach Hause – Klaus -

11.4.2008:  Konzert in Hermagor: für den Soroptimist Club Hermagor treten wir im Rahmen eines Benefizkonzertes für Albanien im Stadtsaal zu Hermagor zusammen mit dem Bleiberger Viergesang auf. Der Stadtsaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt und wir starten den Abend mit einer Aufführung der "Neuberger Jagdmesse", die von Gretl Komposch nach Texten von Hanna Heinz Erian komponiert wurde. Das Hornquartett des Kärntner Landesmusikschulwerkes unterstützt unsere Bemühungen, dem ganz und gar nicht sakralen Raum etwas Liturgisches einzuhauchen hervorragend und ich denke, die Stimmung war sehr würdig.

Der Bleiberger Viergesang sorgte nach der Messe für einen zünftigen Frühschoppen, der gesangliche Bogen spannte sich vom erotischen Kärntnerlied bis zu deutschen und englischen Gassenhauern und das Publikum wurde einmal richtig aufgewärmt. Nach der Pause versuchten 5 Gailtaler offensichtlich mit Erfolg die gute Laune beim Publikum weiter zu schüren, denn es sollte bei den Zuhörern das Interesse bis zum finale furioso erhalten werden.

Als es dann soweit war und „alle Neune“ die in den letzten Monaten gemeinsam geprobten Lieder zum Besten gaben, spürte man die sprichwörtliche elektrisierende Spannung, denn mit einigen Vorträgen lehnten wir uns schon sehr weit aus dem Fenster!. Neben Kärntnerliedern waren es das "Veno" von Friedrich Smetana, das "Räuberquartett" von Franz Schubert, ein zweichöriges "Ave Maria" von Franz Biebl und das "Oce naš" von Tschaikowskij, die uns neun Freunde die letzte Zeit über sehr beschäftigten und nun endlich öffentlich vorgetragen wurden. Die zum Teil sehr gehobene und anspruchsvolle Literatur wurde Ohrenzeugenberichten zufolge sehr eindrucksvoll präsentiert!

Mit einer Hommage an die Stadt als Draufgabe – Mei Hermagor nach Text von Arnold Ronacher und Musik von der anwesenden grande dame des Kärntnerlieds, Gretl Komposch – war es noch nicht getan, denn jede Gruppe wurde noch einmal mit einem Abschiedslied auf die Bühne applaudiert.

Ohne Zweifel muß man von einem sehr erfolgreichen Abend sprechen, der aufzeigte, dass durch Engagement und Fleiß auch ältere Sänger zeigen können, wo es lang geht … ich glaube nicht, dass es eine Handvoll Ensembles in Kärnten gibt, die sich über ein derartiges Projekt drüber trauen.

Dank an die Organisatoren des Konzertes, Barbara Ladstätter und Evelin Tillian, das Hornensemble, an die künstlerische Gesamtleitung in Person von Franz Mörtl, an die bei den Proben stets korrekten Akkorde von Gerald Karnel und an alle anderen Teilnehmer der Bleiberg – Gailtal Connection, die durch ihren Eifer zum guten Gelingen unseres Vorhabens beigetragen haben! Es bleibt zu hoffen, dass dieser Abend nicht der einzige und letzte war, der diese gute und zweifellos interessante Mischung von Sängern auf die Bühne brachte!

Es hat mich sehr gefreut, - Klaus -

9.4.2008:  die letzte Probe vor unserem Auftritt findet wieder in der Post zu Feistritz statt, diesmal fehlt Gerald, aber seine Nebenhöhlenentzündung sollte ihn nicht hindern, am Freitag zu singen. Ein Ausfall eines Sängers wäre naturgemäß eine mittlere Katastrophe, doch daran soll man erst gar nicht denken. Einen Durchlauf des Programms singen wir ohne gröbere Fehler, danach sitzen wir noch ein wenig nach. Ein aus beiden Gruppen gebildetes gemischtes Quartett übertreibt diesmal absolut und kommt lange nicht vom Fleck! Doch wie soll man sich von einer gastfreundlichen Stätte trennen, wenn sangesfreudige Freunde in den Gesang miteinstimmen und zu fortgeschrittener Stunde sogar der Pfarrer seine Aufwartung macht... es ist verdammt hart, Chronist zu sein! - Klaus -

6.4.2008:  Probe in Bleiberg: nach den vielen Proben im Gailtal haben unsere Freunde aus dem Bleiberger Hochtal nur einen Katzensprung bis zum Gasthaus Wirnsberger zu bewältigen. Wir proben einen Durchlauf des Programms und bekommen "hohen" Besuch: Gerd Schuller, all that funk and jazz, wohl einer der besten und bekanntesten Jazzer dieses Landes, nicht weit entfernt in Mittewald aufgewachsen, hört sich zwei Kostproben an und "tuschelt" mit den Bleibergern. Gute und große Musiker kommen mit zunehmenden Alter immer zu den "Wurzeln" zurück und auch Gerd möchte ein Projekt, das Volkslieder beinhaltet, starten. Ich habe ihn während meiner Studienzeit in Graz schon 1975 kennengelernt und schätze seither seinen unverwechselbaren Sound und behende Virtuosität auf allen Instrumenten, die über eine geordnete Tastatur verfügen, ungemein.
Das Quartett lädt uns zu Mittag auf herrlichen Tafelspitz ein, dem Leitspruch des Wirtshaus, das seinerzeit die Einfahrt zu einem Stollen war, leisten wir gerne Folge:
"Rostig wird die Grubenschiene, wenn kein Hunt darüber läuft, finster wird des Bergmanns Miene, wenn er ab und zu nicht säuft."
Dieser Spruch ist ja prinzipiell auch auf Sänger zutreffend, doch ein Umsetzen der Worte ist (noch) nicht angezeigt, ist doch die Probe mit den Bläsern nach dem Essen angesetzt! Das Hornquartett des Kärntner Landesmusikschulwerkes, bestehend aus Kathrin, Larissa, Gerald und Wolfgang, untermalt die Jagdmesse mit weichen, satten und wohlklingenden Tönen. Alles klingt sehr majestätisch und wir freuen uns schon auf die Umsetzung beim Konzert.
Nach der Probe, bei Kaffee und Kuchen, wird für eine gute halbe Stunde herzhaft gelacht. Wie so oft werden die Tenöre durch den Kakao gezogen, denn das eine oder andere mal sind die Intonationen ihrerseits nicht ganz hasenrein. Mit den Hinweis auf die einfache Notengebung bei den Bässen setzen sich die Überstimmen rhetorisch überzeugend zur Wehr, die Dialoge und Diskussionen sind vom Feinsten. Wir alle haben uns aber sicher sehr angestrengt und nehmen unsere gemeinsame Veranstaltung sehr ernst, sonst hätten wir wohl nicht an einem Sonntag fünf Stunden gemeinsam probend verbracht! - Klaus -

2.4.2008:  Probe in der Post. Am gewohnten Schauplatz treffen sich neun Männer, die eigentlich nur Gutes im Schilde führen und sich die Seelen aus dem Leibe singen, um am 11.4. im Stadtsaal in Hermagor ein gutes Konzert zu liefern. Franz feilt an den Interpretationen und wird uns, da er ja mitsingt und nicht dirigieren kann, am besagten Abend sicher sehr abgehen. Umso wichtiger ist es, daß wir uns nahezu blind verstehen und hören! - Klaus -

25.3.2008:  Probe in der Post. Am Anfang steht eine Rede Gerhards, in der sich das Geburtstagskind für die lustig - besinnlichen Beiträge anläßlich seiner Geburtstagsfeier vor einer Woche bedankt. Eigentlich müssen wir ihm danken, denn das Fest, das er auf die Beine gestellt hat, war wirklich einzigartig und unvergeßlich. Die stundenlange Klangwolke hat auch nachhaltigen Eindruck beim Personal der Post erweckt, es war einfach großartig.
Kurz schwelgen wir in der Erinnerung, doch dann gehts los und Franz hört sich unsere Lieder diesmal eher als Außenstehender an, denn im Chor singend perzipiert man einfach zu wenig vom Gesamtklang. Es wird schon! - Klaus -

18.3.2008:  Gerhard Hohenwarter 60! An die 40 geladenen Freunde Gerhards trafen sich im Gasthaus Post zu Feistritz, um den runden Geburtstag des sängerischen Urgesteins zu feiern. Zu allererst wurden drei Träger des "5 Gail - Talers", Kurt Berger, Bruno Philippitsch und Christoph Waldner von Gerhard begrüßt und dann folgten sängerische Darbietungen vom Feinsten. Als Gratulanten stellten sich einmal das Oktett der Villacher Bauerngman mit Musik und Gesang vor. Gerhard probt immer wieder mit den Männern der bekannten Riege und Dr. Gerd Wiegele bezeichnete die Sänger als "Farmteam" der 5 Gailtaler, in dem sich Gerhard seine heimlichen gesanglichen Wünsche erfüllen könnte. So studiert er mit den Gmanlern Lieder ein, mit denen er bei seinen 4 Gailtaler Kollegen nicht reüssieren konnte.
Das Quintett Oisternig besteht aus sechs jungen Sängern, die allesamt bei unserem Chef Franz in der Singgemeinschaft Oisternig mitwirken. Sowohl die beiden Söhne als auch beide Neffen von Franz geigen in dem klangvollen und dynamischen Ensemble mit. Die Burschen swingten sich durch den Abend und sind ein Versprechen für die Zukunft. Der Bleiberger Viergesang , mit dem wir ja schon einige Zeit zusammen proben, brachte wie gewohnt humorvolle und feinsinnige Parodien. Den Wohlklang des routinierten und bestens eingesungenen Quartetts schätzen wir alle mitterweile schon seit Jahrzehnten, nach entsprechender Einspritzung mit diversen Destillaten verloren die beiden Tenöre sämtliche Hemmungen und dann klingt es natürlich noch schöner! Der Hohenthurner Wildgesang, so ähnlich sollte der Name für die kompromisslosen Gasthaussänger sein, besteht aus Ossi Jochum, Franz Kuglitsch, Hans Müller und aus "unserem" Philipp, der sich in dieser Formation im 1. Bass stimmlich ausruhen kann. Ossi war bei den mitterweile leider nicht mehr aktiven Rosentalern, Hans ist ein Onkel von Philipp und sicherlich sein Lehrmeister in Sachen Gesang und Thekenstehen. Über den Gailtaler Liederfürsten Franz Kuglitsch zu berichten ist eigentlich müßig, denn die omnipotente Präsenz des 5 Gail - Taler Trägers, die hingebungsvollen Interpretationen, körperliche Gestik und Leidenschaft in der Stimme sind wirklich unvergleichlich. Die vier 5 Gailtaler versuchten letztlich auch, ihren Methusalix, Finanzminister und Obmann auf Lebenszeit entsprechend zu würdigen, seinen unermüdlichen Einsatz und die Umsichtigkeit zu loben.
Von 19 Uhr weg war die Post ohne längere Unterbrechungen erfüllt von Männergesang, der "offizielle" Teil war um 21:30 zu Ende und danach ging es erst richtig los und als Chronist muß man ja, um nichts zu versäumen, bis zum Ende bleiben. Die letzten Gratulanten verließen mit Gerhard die gastliche Stätte erst drei Stunden nach Mitternacht! Die Söhne Gerhards, Michael und Gerhard, waren die Paparazzi des Abends und hielten die eine oder andere Begebenheit bild- und tonmäßig fest. In einigen Jahren wird man sich beim Anblick einiger Szenen wohl zerkugeln.
Es war ein würdiges Fest für einen hervorragenden und doch zurückhaltenden Vertreter der Kärntner Gesangsszene, denn nur diese Botschaft wird an die Öffentlichkeit gelangen. Es war ein wunderbares Manifest rund um wohlklingenden Männergesang und jeder, der dort war, wird diesen Abend im Herzen tragen und sich noch lange an diese Gesangsnacht erinnern. In Abwandlung an einen Spruch Andre' Hellers: die wahren Feste sind im Kopf (und im Herzen) und sind sie nicht dort, dann sind sie nirgendwo! Lang lebe Gerhard! - Klaus -

11.3.2008:  Probe: emsig probt das "Nonett" für den Auftritt in Hermagor, denn die ehrgeizigen Pläne, das Konzert auswendig zu singen, erfordern viel Fleiß und Engagement der Sänger. Wieder treffen wir uns in der Post und singen unser gemeinsam gesungenes Liedgut mehrmals an. Franz bessert die Vorträge mit viel Fingerspitzengefühl immer wieder aus, die Stücke klingen immer vertrauter aber beileibe nicht einfacher. So murrt auch keiner, als wir einige künftige Proben terminisieren und auch eine Matinee an einem Sonntag beschließen. - Klaus -

7.3.2008:  Auftritt im Casineum Velden: das Kärntner Doppelsextett und 5 Gailtaler haben die ehrenvolle Aufgabe, eine Jubiläumsgala gesanglich zu untermalen. 15 Jahre Kulturverein Amadeus bzw. 10 Jahre Velden Events sollen entsprechend gewürdigt werden und wir freuten uns über diese schöne Berufung. Der Abend war auch wirklich nett, jedoch für uns es ein wenig ungewohnt, da der Raum durch Mikrofone beschallt wurde und wir uns deshalb beim Singen kaum gegenseitig hörten. - Klaus -

3.3.2008:  Probe: in unserem inzwischen schon regelmäßig frequentierten Probenlokal, der Post in Feistritz, treffen sich Franz, Gerald und Philipp und ich schon etwas früher, denn ein Großereignis wirft seine Schatten voraus: unser geschätzter Obmann, Methusalix und Finanzminister, legendärer Gasthaus- und Quintsinger feiert in Bälde runden Geburtstag und daher müssen wir vieles besprechen und besingen, um dann der hohen Erwartungshaltung Gerhards einigermaßen entsprechen zu können. Für ein Zusammensein im Kreise seiner besten Sängerfreunde wünscht sich unser lieber Freund die eine oder andere gesangliche oder gesprochene Ehrerbietung. Schmunzelnd findet sich Gerhard zum vereinbarten Zeitpunkt ein, er deutet unsere frühzeitige Präsenz wohl richtig und wir fünf proben für unsere kommenden Auftritte. Um 19 Uhr treffen pünktlich die Bleiberger ein und es wird - wieder einmal vollzählig - unter der strengen Leitung von Franz sehr gut geprobt. - Klaus -

20.2.2008:  Probe in der Post: wieder treffen wir uns im GH. Post in Feistritz an der Gail und diesmal fehlt nur Gerald. Er weilt mit Familie zum Schifahren für eine Woche, es sind ja Semesterferien. Ein Sänger, der in letzter Zeit häufig bei den Proben fehlte, namentlich aber nicht genannt werden sollte, hatte einen starken Ausspruch: "ab jetzt komme ich immer, sonst komm ich nicht mehr mit"! Das sollte zeigen, daß wir wirklich emsig proben und an den Liedern feilen, um letztlich einen guten Eindruck zu erwecken. Eine anspruchsvolle Literatur kann nur nach regelmäßigen und intensiven Proben zufriedenstellend interpretiert werden. - Klaus -

13.2.2008:  Probe im Gasthaus Post: immer wieder fehlt einer der insgesamt neun Sänger der Union Bleiberger Viergesang und der 5 Gailtaler, aber die Proben finden natürlich trotzdem statt und die zum Teil recht anspruchsvollen Lieder klingen immer vertrauter. Diesmal besuchte uns Barbara Ladstätter, die uns ja für das Benefizkonzert des Clubs der Soroptimistinnen Hermagors am 11. April engagierte. Nach einer Besprechung über den Ablauf des Abends sangen wir einige Schmankerln für Barbara und ich denke, daß wir bei Ihr einen guten Eindruck hinterließen. - Klaus -
PS: am Vorabend besuchten Gerald, Philipp und ich ein Konzert der "MNOZIL BRASS" im Stadtsaal zu Hermagor. Wir waren uns einig, eines der besten und lustigsten Ensembles gehört zu haben. Was diese Vereinigung elitärer Bläser musikalisch, sängerisch und körperlich aufführt, ist nahezu unmenschlich. Die Burschen blasen ihre Werzeuge einhändig, spazierengehend, am Boden liegend oder zwischen den Knien fixierend in einer Art und Weise, die unübertroffen scheint. Wir verneigen uns vor den Glanztaten der sieben Ausnahmekönner und können nur empfehlen, sich die Gruppe anzuhören, es zahlt sich zweifellos aus! Die Homepage der Truppe gibt Einblick über die Aktivitäten der Protagonisten! www.mnozilbrass.at

31.1.2008:  Probe in der Post: unsere Freunde aus Bleiberg, mit denen wir eigentlich eine gemeinsame Probe in Bleiberg durchführen wollten, mußten wegen Grippe absagen und so trafen sich nur die "geeichten" 5 Gailtaler, Gott sei Dank frei von Krankheiten, um zu singen. Eifrig kämpfen wir uns durch unser Programm und hören auch, wie es klingt, wenn nur fünf statt neun Sänger die Vorträge interpretieren, die wir dann mit den Bleibergern gemeinsam singen werden. - Klaus -

14.1.2008:  Probe in der Post: 5 Gailtaler treffen sich schon eine Stunde vor der geplanten Zusammenkunft mit den Bleibergern, um für nahende Auftritte zu proben. Danach wird recht intensiv mit den Freunden gesungen und auch nach dem offiziellen Teil noch einiges - an der Theke stehend - vom Stapel gelassen. Immer wieder bilden sich Ensembles von Sängern, die nicht gleich den Weg nach Hause finden und diesmal waren es Norbert und Helmut von den Bleibergern sowie Philipp und ich, die noch ein kleines Nach(t)konzert in der Post ablieferten.
Eine bemerkenswerte Anerkennung gab es noch für uns fünf! Laura Kleindienst, Feistritzerin und Tochter einer uns gut bekannten ehemaligen Sängerin des Grenzlandchores, hat ihre Fachbereichsarbeit für Musikerziehung dem Sängerleben zwischen Wirtshaus und Konzertbühne am Beispiel unseres Quintetts gewidmet. Schon in der Einführung können einem die Tränen kommen, denn wenn ein junges Mädchen schreibt: "Danke, dass es Euch gibt", muß man sentimental werden. Eine Auflistung mit Beschreibung unserer Tonträger, die Charakteristik und Intention der Sänger und die gesangliche Geschichte des unteren Gailtales sind Inhalt der Arbeit. Wir sind entweder schon so alt oder doch so gut, um solch' schmeichelhafte Beschreibungen schon zu Lebzeiten zu erhalten ... hoffen wir auf Letzteres, - Klaus -

7.1.2008:  Probe bei Franz: wir mussten im neuen Jahr einmal antesten, ob wir überhaupt noch imstande sind, "alleine", d.h. ohne den Bleiberger Viergesang zu proben! Vom Standpunkt des Essens bzw. Besprechens her gesehen war die Probe wie gewohnt Spitze, nur zum Singen kamen wir erst am Ende unserer Zusammenkunft. Ein wenig beunruhigend ist es schon, wenn der Großteil der Probe durch Gespräche über die jeweils geplanten Pensionierungen der einzelnen Mitglieder verwendet wird, aber mit dem nahenden runden Geburtstag eines unserer Mitglieder begeben wir uns allesamt einfach in einen fossilen Status - Klaus -

3.1.2008:  Unser Chronist Klaus hat gleich die erste Probe im neuen Jahr geschwänzt und er kann daher leider nicht über das „Sängergipfeltreffen“ berichten, welches sich im Anschluss an unsere Probe im Gasthaus Alte Post in Feistritz/Gail zufällig ergeben hat. Bis in den neuen Tag hinein standen an der Theke und sangen dabei hauptsächlich bodenständiges Liedgut in deutscher und slowenischer Sprache: der Bleiberger Viergesang, das Quintett Oisternig, welches an diesem Abend als Sternsinger unterwegs war, weiters vier der 5 Gailtaler, Richard Jaklitsch, das Urgestein vom Grenzlandchor Arnoldstein, Ossi Jochum, Hans Müller und Pauli Kaiser. - Gerhard

3.1.2008:  Erste Probe im Neuen Jahr: der Bleiberger Viergesang und 4 Gailtaler gehen es frisch an und proben wieder in der Post zu Feistritz. Diesmal ist der Chronist nicht dabei, denn eine Riegeljagd auf Wildschweine in Ungarn läßt das Herz eines jeden Jägers jubeln! So kann ich also nur berichten, daß die Burschen angeblich anständig geprobt haben und ich in Ungarn herrliche, jagdlich sehr erfolgreiche Tage verbringen durfte. Auch der eine oder andere Hirsch kam zum Anblick und einen jungen Sechserhirsch konnte ich mit der Kamera "schießen" - Klaus -