21.2.2022 Geburtstagsfeier, Franz Mörtl 70!
Geschrieben von: Administrator   


Schon am 16.11. 2021 war es eigentlich soweit, doch die leidige Coronaseuche verhinderte zu dieser Zeit Zusammenkünfte, nicht aber am 21.2. die Feier im Gasthaus Kuglitsch vulgo Schußmann in Hohenthurn.
Unser rühriger Obmann Gerhard war schon seit Monaten bemüht, das Who‘s Who der Kärntner Kleinkunstszene zu rekrutieren und unermüdlich bestrebt, die Feier mit selbstverfassten Texten und origineller Musik zu veredeln.
Als erstes mußten seine gesanglichen „Schützlinge“ der Villacher Bauerngman ihre spärliche Freizeit den musikalischen und textlichen Ergüssen des jahrelangen Chorleiters opfern. Was dann letztlich Musikgabel „Pepo“ Resei, Rechtsverdreher Peter Patterer, Medicus emeritus Gerd Wiegele, Projektmanager Fritz Kermer und „Schwarzanderle“ Joe Löscher als ausgesprochene Hobbysänger performten, riss mich schon bei der Generalprobe vom Sessel und begeisterte mich ungemein. Die Bauerngman ist eine Verbindung mit hoher sozialer Kompetenz, aber ihr Quintett musste diesmal wirklich über den Schatten springen, um das perfekt eingelernte Liedgut mit 12 dahergelaufenen Wildsängern zu teilen; mein Dank an diese gelebte Toleranz!

Ich darf die  Protagonisten  - in willkürlicher Reihenfolge - aufzählen.


Da war einmal Hans Mosser, für mich der allerbeste Conférencier Kärntens, der in einer gehaltvollen Laudatio den Jubilar und dessen musikalisches Lebenswerk mehr als treffend beschrieb und die senile Gesangscombo, schon a priori durch den Kakao ziehend, als Hohenthurner Knabenchor bezeichnete.
Niemand versteht es besser, ohne schriftliche Aufzeichnungen zu bemühen, die Verdienste und Bemühungen des legendären Feistritzer Chorleiters, Behaupters, Professors und vielfach ausgezeichneten Liedersammlers zu beschreiben. Ein bißchen Bauchpinseln tut jedem gut, die 5 Gailtaler aber als ein über zwei Jahrtausende unterhaltendes Jahrhundertquintett zu bezeichnen, ist natürlich maßlos übertrieben, aber das Repertoire eines Festredners - auch eines Chronisten - lebt von solchen Phantastereien.
Fünf Musikanten, die sich alle heiligen Zeiten treffen und in dieser Zusammensetzung das erste Mal konzertierten, sorgten für eine vortreffliche, außergesangliche Untermalung.


Reinhard Kühr, ein musikalischer Tausendsassa und alter Freund bzw. Gesangskollege Gerhards und Franzens begeisterte u.a. auch auf der Gitarre

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Heimo Platzner ist ja nicht nur auf der Harmonika ein Genius, man kann sich kaum vorstellen, welch' großartiger Pädagoge er sein muß, wenn er sogar unserem Obmann, der inzwischen eine stupende Technik aufweist, das Spiel auf der Harmonika beigebracht hat ... einfach bewundernswert!


Hannes Benedikt spricht aus seiner Posaune, es ist immer wieder erstaunlich, wie sauber er die Töne trifft und wie lustig er diese gestalten kann.

Der still und heimlich in Pension verschwundene Josef Nadrag überzeugte nicht nur mit seinem legendären Bariton, sondern dürfte für Franzens Feste die lang weggelegte Klarinette aktiviert haben … Fatty George hat wohlwollend vom Himmel herabgeblickt!


Hans Pleschberger, die Ikone aus dem Katschtal, war lautstark bemüht, den Gailtalern zu zeigen, wo der Bartl den Most holt.


Opernsänger Thomas Tischler brillierte nicht nur als wunderbar, lyrischer Solist, sondern zeigte auch auf der Gitarre seine alles umfassende musikalische Ausbildung.

Ossi Jochum, treuer Freund des schmerzlich vermissten Franz Kuglitsch, blieb es seinerzeit vorbehalten, das letzte Mal mit dem Gailtaler Liederfürsten zu singen ... bald danach mußte Franz ins Krankenhaus und kehrte nie mehr nach Haus zurück.


Aber nicht nur Ossi ist ein hervorragender und routinierter Sänger, auch Franz Kuglitsch jun. ist in die Fußstapfen seines legendären Vaters getreten und vertritt ihn hervorragend. Philipps Neffe, Florian Kaiser, brillierte mit einem Tenorsolo, um den musikalischen Nachwuchs rund um Hohenthurn braucht man sich also keine Sorgen zu machen.


Gesichtet wurde auch Petra Schnabl Kuglitsch, die ja mit Franz und Gerald im Quartett Mundart zusammen singt; sie hat offensichtlich die eine oder andere gesangliche bzw. musikalische Darbietung gefilmt ... wen sie damit wohl erschrecken will?!
Unsere liebe Mizzi mit Tochter Barbara verwöhnte uns mit deftigem Schweinsbraten, Maischln und diversen anderen hochkalorigen und cholesterinreichen Speisen. Wie immer war es verwunderlich, daß ihre Logistik sowohl alimentär als auch liquid den maßlosen Erfordernissen der geladenen Gesellschaft standgehalten hat.
Gerhard hat sich wirklich den A ... aufgerissen, um unseren geschätzten Jubilar einen unvergesslichen Abend zu bereiten, eine derart elitäre Corona Kärntens an einem Abend zu vereinen, bedarf wohl unzähliger Telefonate bzw. Gespräche?!
Schmerzlich vermisst haben wir alle unseren lieben Freund Philipp, ohne den 5 Gailtaler nicht entstanden wären. Wir respektieren nolens volens seine - aus uns bekannten Gründen - selbstgewählte Absenz, er ist in unseren Herzen und hat an diesem Abend auch immer mitgesungen.
Gegen Mitternacht stellte Gerhard seine doch ziemlich angeheiterten Gesangskollegen, den Jubilar und den Chronisten, vor die Haustüren.

 
30.11.2019 - Der allerletzte Krahra
Geschrieben von: Hohenwarter Gerhard   


Genau vor einem Jahr, am 30. November 2018, haben wir 5 Gailtaler uns mit dem Schlusskonzert im Congresscenter Villach von der Bühne verabschiedet.

Die damals erschiene CD "Da letzte Krahra" war nicht nur das Motto für den Abend, sondern auch bald vergriffen. Nun haben wir uns - auch auf Grund vermehrter Anfragen - entschieden, eine Nachlieferung zu ordern und noch einige Exemplare als "allerletzten Krahra" anzubieten.

Die CD ist unter der Telefonnummer 0650 2413001 (Franz Mörtl) oder unter 0650 9116642 (Gerhard Hohenwarter) erhältlich.

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30.8.2019 Begräbnis von Gretl Komposch
Geschrieben von: Klaus   

Nachdem wir am 21.2., einen Tag vor ihrem 96. Geburtstag unserer lieben Gretl noch ein Ständchen in der Seniorenresidenz   bringen konnten, durften wir sie auch auf ihrem letzten Gang begleiten. Ihre musikalischen Kinder, der Grenzlandchor selbst, die „Junggebliebenen“ und wir fünf zeichneten für die letzten gesanglichen Darbietungen an diese bemerkenswerte und einzigartige Frau verantwortlich. Hundertschaften von Sängern gingen durch diese mit spärlichen Bewegungen dirigierenden Hände und lernten zu singen. Unzählige Weisen, die schon zu Lebzeiten Volkslieder wurden, stammen aus ihrer Feder und hinterlassen ein Vermächtnis, das sie zur Grande Dame des Kärntnerliedes und deren Interpreten macht. Noch lange nach ihrem Ableben werden ihre Weisen in Kärnten gesungen und an das unvergessliche Lebenswerk dieser Frau erinnern.

Wir verneigen uns vor einer ganz Großen, danken für ihre stete Bereitschaft, mit Gesang Freude zu bereiten und letztlich auch für die Entstehung unseres Quintetts maßgeblichen Anteil gehabt zu haben. Deine inzwischen selbst ergrauten bzw. kahlen Buben werden Dich stets in anerkennender und dankbarer Erinnerung behalten


 
21.2.2019 Gretl Komposch 96
Geschrieben von: Klaus   

Einen Tag vor ihrem Geburtstag suchen wir unsere liebe Gretl in ihrem Altersdomizil auf, um ihr unsere Referenz zu erweisen. Zu Beginn scheint sie ein wenig überfordert, doch schon nach dem ersten Lied, das sie seinerzeit komponiert hat, kann sie die alten Gailtaler zuordnen. Wir singen ausschließlich Lieder, die ihrer Feder entsprungen sind und haben den Eindruck, daß sie es sehr goutiert hat. Sie protestiert bei unserem Abschied, aber Gretl muß am nächsten Tag fit sein; da wird sie zu ihren Urenkeln nach Klagenfurt chauffiert. Schön war‘s, unsere geschätzte Chorleiterin zu ehren .... ohne sie hätte es uns nie gegeben!

 
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